In diesem Bericht möchte ich euch erklären, wie ihr ganz leicht einen Jerkbait oder Wobbler selber bauen könnt. Ich baue seit dem Sommer 2009 meine Kunstköder selbst.
Während ich zu Beginn hauptsächlich grosse Jerkbaits baute, bin ich bald zu kleineren Wobblern übergegangen. Mittlerweile baue ich auch gerne mal kleine Jerkbaits für die Barsche.
Aber kommen wir nun zum Bauen an sich, bzw. zur Einkaufsliste, denn für den Bau werden wir einiges an Bastelmaterial benötigen.
Erforderlich:
- Holz / PUR Schaumplatten (zur genauen Materialwahl sage ich unten noch mehr)
- Schablonen (vom Lieblingswobbler oder aus dem Internet)
- Laubsäge / Stichsäge / Dekupiersäge
- Feilen
- Schleifpapier
- Schraubösen / 1,0 mm Draht
- Bohrer
- Blei
- Lacke, Farben (und Pinsel)
- Epoxy-Harz
- Sprengringe
- Drillinge
Optional:
- Messer / Cutter (für Vorarbeiten vor dem Feilen)
- Sprengringzange
- Klebeaugen (z.B. 3D-Augen)
Das dürfte vorerst für den Einstieg genügen. Mit wachsender Erfahrung werden sich eh noch viel mehr Materialien ansammeln ...
Am Anfang gilt es nun das richtige Material für die Wobbler auszuwählen. Früher habe ich meine Jerkbaits aus Fichtenholz gebaut, das war auch anfangs ok. Doch als ich mich an grössere Jerkbaits (~15cm) wagte, stieg ich auf Buche um. Das liegt daran, dass Buchenholz eine grössere Dichte hat, folglich muss man weniger Blei in den Jerkkörper einfüllen. Inzwischen arbeite ich mit PUR-Hartschaumplatten. Dieses Material verwende ich aber nur, wenn die Köder klein bleiben, für grössere Wobbler / Jerks ist das nichts (zu viel Blei erforderlich).
Zusammengefasst kann man sagen, dass für grössere Köder (ab ca. 10cm) besser Buchenholz verwendet wird, darunter ist Fichte gut (oder auch der Hartschaum). Ein guter Kompromiss ist Abachi.
Der Nachteil beim Buchenholz ist, dass es sehr hart ist und man beim Bearbeiten mit der Feile Probleme hat und sich sehr anstrengen muss. Abachi kann auch für Grössen bis 15cm verwendet werden, ist aber leichter zu verarbeiten als Buche.
Habt ihr jetzt das für euch beste Holz gefunden, sind die Vorlagen angefertigt und das andere Material gekauft und gesammelt, könnt ihr anfangen!
Der erste Schritt ist es, die Form auf das von euch gewählte Material aufzutragen.
Mittels Säge schneidet ihr nun den Rohling zunächst grob entlang der Linie aus. Dazu empfiehlt sich eine Stichsäge, ich benutze eine Laubsäge (aber auch nur bei weicheren Hölzern, Buche säge ich mit der Stichsäge). Wer eine hat, kann natürlich auch seine Dekupiersäge verwenden.