Mit Mythen und Sagen umwoben ist die Geschichte um den Wels (Silurus Glanis).
Kraftvoll und elegant ist der Fisch und der Drill – Adrenalin pur...
So in kurzen Worten würde ich persönlich das Welsfischen beschreiben...
Aber... natürlich wie immer im ganzen Leben, steckt viel mehr dahinter...
Und das will ich euch nun ein Stück näher bringen...
Der Europäische Wels mit einem Verbreitungs-Gebiet von Spanien, über England, Schweden, dem osteuropäischen Raum und weiter bis Kasachstan etc.... ist ein Überwanderer der Zeit und der Grenzen. Die Eroberung vom halben Europa ist ein Siegeszug, des einen Freud und des anderen Leid; meine Freude!!!
Zu den Fangtechniken:
Stellfischen
Bei der Stellfischerei kommen Ruten mit einem Wurfgewicht mit bis zu 300g zur Verwendung, meist in den Längen von 2.70m bis 3.30m. Warum diese Länge? Aus dem einfachen Grund heraus, da meist auf grössere Distanzen gefischt wird, das kann von 50m hoch bis 250m gehen.
Das Material soll aus starken Ruten, Rollen und Schnüren bestehten. Rollen in der Grössenordnung ab 8000er Modellen mit entsprechend ausreichender Schnurkapazität und starker Achse, Ruten wie obig beschrieben und geflochtene Schnur in der Dimension ab 0.5m bis hoch auf 0.7mm.
Die Reissleine (Monofil) wird variiert und angepasst auf die Gewässer-Gegebenheiten (Strömung) und auf die Grösse des Köderfischs; Dimension von 0.25mm bis 0.50mm.
Die Köderauswahl bei dieser Fischerei deckt eigentlich das ganze Sortiment ab: von Brasse, Rapfen,Barbe, Schleie, Karausche, Rotfeder...
Die Beköderung, richtet sich nach Strömung oder nicht Strömung:
- Null bis leichte Strömung, kann auf Schwanzköderung gesetzt werden; Einzelhaken (Leithaken im Schwanzbereich und 1-2 Drilling im Rücken- oder Brustflossen-Bereich).
- Mittlere bis stärkere Strömung, kann auf Maulköderung gewechselt werden d.h. der starke Einzelhaken wird im Maulbereich (Nasenloch) und 1-2 Drilling im Brustflossen- und Afterflossen-Bereich angebracht.
TIP: Die Haken mittels Gummi sichern (Stück vom Fahrrad-Schlauch) über die Spitze hinter den Widerhaken gezogen; Ausriss und Verlust-Risiko minimieren.
Die gesetzlichen Bestimmungen für den Einsatz vom lebenden Köderfisch beachten!
Schleifen
Eine starke Rute (1.80 bis 2.40m) wird vom Boot aus gefischt; nur von der Strömung geleitet (je nach Strömung mit E-Motor oder Aussenborder als Korrektur). Hier wird mit einer entsprechend starken Rolle (ab 5000er Modellen) mit der Hauptschnur (up to 0.50mm), einem Blei (Durchlauf-Blei 50-80g je nach Strömung) und mit kürzerem Vorfach (70cm bis 1.50m) nach inaktiven Welsen „gesucht“.
Die Köderfische bei dieser Version sind meist in der Grössenordnung um die 10-20cm; meist kommen hier Brassen zum Einsatz.
Die gesetzlichen Bestimmungen für den Einsatz vom lebenden Köderfisch beachten!