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Caster

Eingestellt am 22.07.10 @ 11:07 von Anna
Angler verwenden verpuppte Fliegenlarven (Caster) von grösseren Fliegenarten (Fleischfliegen, Stubenfliegen, Schmeissfliegen) als Köder für Friedfische wie Döbel, Brasse, Aland, Rotaugen.

Nach einem Tag schlüpfen aus den Fliegeneier kleine Maden, welche ca. 10 Tage lang fressen und sich dann verpuppen. Bis zur abgeschlossenen Verpuppung (Caster) vergehen weitere 5 Tage. Dieser ca. 3 mm dicke und 1 cm lange Caster ist zuerst hellbraun und verfärbt sich immer dunkler, bis nach ungefähr 2 Wochen die Fliege ausschlüpft. Frische Caster sind schwerer als Wasser und sinken bis zum Grund. Je näher die Larve dem Schlüpfen kommt, desto leichter wird der Caster und schwimmt an der Wasseroberfläche. Dunkle Caster sind zum Angeln nicht zu gebrauchen und sollten entsorgt werden.
Caster kann man kaufen, sie sind aber nicht leicht zu beschaffen. Wenn du sie selber heranzüchten willst, dann kaufe einfach Maden und lagerst sie bei ca. 10°. Schon nach einer Woche kannst du die verpuppten Maden als Caster zum Angeln verwenden. Aber aufgepasst: Die Caster kannst du höchstens 5 Tage bei ca. 5° in einer Dose im Kühlschrank lagern und möglichst sofort verwenden. Für den Transport gibst du die Caster in ein verschliessbaren, mit Wasser gefüllten Behälter. Was oben schwimmt kannst du wegwerfen, der Rest bleibt bis zur Verwendung im Wasser.

Der Haken wird am stumpfen Ende des Casters eingestochen und sorgfältig über den Hakenbogen gedreht, bis der Haken verschwindet. Je nachdem kannst du auch zwei Caster hintereinander aufstecken oder zuerst 2 Maden und dann den Caster.
 

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