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Methoden
Fliegenfischen
21.05.12 @ 22:37
Fliegenfischen
Eingestellt am 31.03.10 @ 10:58 von
Michael
Fliegenfischen oder Flugangeln unterscheidet sich von anderen Methoden des Süsswasserangelns vor allem durch den Köder, Fliege genannt, der zum Werfen sehr leicht sein muss.
Bei dieser Methode wird der
Zielfisch zunächst ausgekundschaftet.
Wurde dessen Position ermittelt, wird der Köder präsentiert. Im Gegensatz zu vielen anderen Methoden arbeitet man beim Fliegenfischen nicht mit Gewichten, um den Köder zu werfen.
Das erforderliche Wurfgewicht
wird ausschliesslich durch die Fliegenschnur erreicht.
Um Erfolge beim Fliegenfischen zu erzielen, kommen
verschiedene Wurftechniken
zum Einsatz (z.B. Überkopfwurf, Rollwurf). So können auch grosse Distanzen nahezu problemlos überwunden werden. Der Köder, der als Angelzubehör beim Fliegenfischen zum Einsatz kommt, imitiert grundsätzlich die natürliche Nahrung des Fisches.
Rute
Fliegenruten weisen eine im Vergleich zu Spinnruten eher parabolische Aktion auf, damit mit ihrer Hilfe die schwere Fliegenschnur durch das "Werfen" die erwünschte Distanz zwischen Fischer und meist federleichten Fliege erreicht werden kann. Fliegenruten werden in AFTMA-Klassen und in Einhand- und Zweihandruten eingeteilt.
Rolle
Fliegenrollen werden hauptsächlich in drei Typen unterteilt:
Standardrollen
Kleine Rolllenker mit relativ grosser Schnurfassung
Large Arbor-Rollen
Geringerer Memory-Effekt, höhere Einholgeschwindigkeit
Antireverse Rollen
Die Kurbel steht auch beim Schnurabzug still. Diese Rollen sind in der Regel sehr teuer und finden ihre Anwendung vor allem in den obersten Schnurklassen.
Weiteres Zubehör
Zum Erreichen der Fische, die meist in Fliessgewässern beangelt werden, ist eine Wathose nützlich. In diesen wasserdichten Hosen aus Latex, Neopren oder atmungsaktiven Materialien, ist ein Betreten des Gewässers möglich. Zum besseren Erkennnen der Fische wird meist eine Polbrille benutzt.
Schnur
Fliegenschnüre sind in verschiedenen Querschnittsverläufen erhältlich, die üblichen Formen sind:
- L (level, der Schnurquerschnitt bleibt über die gesamte Länge gleich)
- DT (double taper, beidseitig verjüngt)
- ST (single taper, einseitig verjüngt)
- WF (weight forward, die Schnur wird nach vorne keulenförmig dicker)
- TT (triangle taper, ähnlich der WF mit länger gezogenem Fronttaper)
- Schussköpfe
Die grösste Verbreitung besitzen WF- und DT-Schnüre. DT-Schnüre ermöglichen ein sanfteres Ablegen der Schnur auf dem Wasser, was bei kleinen Gewässern und scheuen Fischen vorteilhaft sein kann. Zudem lässt sich eine DT-Schnur noch einmal gleich lange in umgekehrter Richtung verwenden, wenn ein Ende stark abgenutzt ist. WF-Schnüre lassen sich dagegen leichter und weiter werfen.
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