Oxford-Rig
Eingestellt am 08.04.10 @ 17:01 von Robert
Das Oxford-Rig ist eine Sofortanschlag-Montage, die für stark beangelte Seen mit scheuen Räubern entwickelt wurde, welche den Köder beim leichtesten Widerstand wieder hergeben wollen. Diese Scheu entsteht vor allem dort, wo Fische immer wieder ins Wasser zurück gesetzt werden (catch and release). Die Oxford-Rig Montage ist im Prinzip eine verbesserte Grundmontage.
Bei dieser Montage wird zuerst ein Stahlvorfach mit zwei Einzelhaken (Grösse 2) gebunden. Die Haken werden sachte durch den Köderfisch gestochen, so dass der Köder beim Einholen schon abfällt. An der Schwanzwurzel wird der Köderfisch zusätzlich durch ein ca. 40cm langes Stück der 0,25er bis 0,30er monofilen Schnur gehalten (sogenannter bait-supporting-link).
Damit die Montage funktioniert, muss der monofile Seitenarm deutlich kürzer als das Vorfach sein. An das andere Ende dieses Schnur wird eine Schlaufe gebunden, die man an die untere Wirbelöse montiert. Der monofile Seitenarm wird beim Wurf durch ein kleines Röllchen aus wasserlöslicher PVA-Folie gehalten, welche sich im Wasser auflöst.
Wenn der Räuber den Köder nimmt, dringen mit ihm die unauffälligen Einzelhaken ins Maul. Durch den sofortigen Anschlag sitzt normalerweise ein Haken im Mundwinkel des Räubers und kann einfach ausgelöst werden.