Ein Bericht im Auftrag der Umweltstiftung WWF zeigt die Ausweitung von Überfischung durch europäische Fischer und weltweit im Zeitraum von 1950 bis 2006. Die Flotten der Weltfischerei haben ihre Fangebiete demnach in diesem Zeitraum sogar verzehnfacht und befischen 100 Millionen Quadratkilometer.
Die Studie, die vom Projekt "Seas around us" an der Universität Vancouver durchgeführt wurde, dolumentiert mit interaktiven Karten die Ausbreitung der intensiven Fischerei. Dabei wird nicht nur die Ausweitung der Fanggebiete gezeigt, sondern auch wie intensiv die Fläche genutzt wird. Dazu analysierten die AutorInnen des Berichts die Energie, die für die "Produktion" der gefischten Fische benötigt wurde, im Verhältnis zur gesamten verfügbaren Energie. Das ergibt die sogenannte Primärproduktion. Die Ergebnisse zeigten, dass die europäische Fischerei signifikant zur weltweiten Belastung der Fischbestände beiträgt, so der WWF.
Der WWF fordert im Zusammenhang mit der Studie, dass im Rahmen der laufenden EU-Fischereireform diesem zerstörerischen Exportmodell ein Riegel vorgeschoben wird und Treibstoffsubventionen aus Brüssel abgeschafft werden. Künftige Fischereiabkommen müssten so gestaltet werden, dass nur Fischbestände genutzt werden, die intakt sind und nur Fisch gefangen werden, den das Partnerland selbst nicht nutzen kann.