Die Gewässerverschmutzungen durch Gülle nehmen im Kanton Luzern kontinuierlich ab. Mit jährlich um die 30 Gülleunfälle bleibt aber noch viel zu tun.
Sowohl die Bauern als auch die Luzerner Behörden sind weiterhin daran, die Anzahl der Unfälle und auch deren Schadenmass zu reduzieren. Demnächst soll eine Checkliste erstellt werden, mit welcher die Landwirte auf ihren Betrieben selber und einfach eine Risikoanalyse durchführen können.
Im vergangenen Jahr ereigneten sich im Kanton Luzern 30 Gewässerverunreinigungen durch Gülle. In 14 Fällen kam es zu einem Fischsterben. Dies schreibt die kantonale Dienststelle Landwirtschaft und Wald (lawa) in einer Medienmitteilung. 1990 musste die Dienststelle 55 Gülleunfälle verzeichnen. Mit wenigen Ausnahmen besserte sich seither die Lage von Jahr zu Jahr, wenn auch nur sehr langsam.
Im Kanton Luzern sorgen die Gewässerverunreinigungen durch Gülle immer wieder für Schlagzeilen in den Medien. Die häufigste Ursache dafür waren Fehlmanipulationen und ungenügende Überwachung der Anlage. Die meisten Unfälle ereigneten sich in den Monaten März, Juli und August. Beim grossen Arbeitsanfall in diesen Jahreszeiten seien die Hektik und damit das Unfallrisiko besonders gross. Ein Problem sei, dass viele Landwirte alleine auf ihrem Betrieb arbeiten würden und dadurch eine umfassende Überwachung kaum möglich sei.