Kürzlich erreichte unsere Redaktion die Kunstköder-Box von Herrn Harm (Indilure.ch). Die Box war mit farbenfrohen Ködern in unterschiedlichsten Grössen prall gefüllt. Immer wenn wir ein Paket mit Angelzubehör erhalten, ist das für uns wie Weihnachten. Wie kleine Kinder haben wir uns darauf gestürzt und die bunten Muster bestaunt.
Immer mehr Angler setzen auf Kunstköder. Sie sind praktisch, sauber und man muss keine kleinen Fische töten. Die Deluxe-Variante eines Kunstköders sind mit Perlmutt bestückte Köder. Perlmutt wird von Perlmuscheln oder Schnecken gebildet und zählt seit Menschengedenken zu den faszinierendsten Naturstoffen. Fischköder aus Perlmutt waren früher schon sehr beliebt. Perlmuttköder sind extrem fängig, das einzigartige Schimmern verführt die Räuber immer wieder.
Mich hat es interessiert, wie die Köder in der Praxis funktionieren. So begab ich mich an eine Stelle, an der ich öfters kleine bis mittlere Bachforellen gefangen habe, aber auch schon schöne Hechte überlisten konnte. Das Werfen mit den Ködern ist, wie gedacht, problemlos. Das Eigengewicht der Köder ist für die Uferfischerei optimal. In meinem Fall konnte ich Gewässerabschnitte von 2,5-5 Meter Tiefe ohne Zusatzbebleiung beangeln. Der Luftwiderstand ist gering und somit fliegen die Dinger sehr, sehr weit.
Natürlich kommt es auch immer auf die Strömung an. Bei starker Strömung kann man 10 g bis 20 g Blei davor schalten und der Köder sinkt dann auf die gewünschte Tiefe. Nach einer halben Stunde herumprobieren, kam der erste Biss.
Zack!
Anhieb und der Fisch sitzt. Eine schöne Bachforelle konnte dem Perlmutt nicht wiederstehen. War zwar kein Riese, dafür aber sehr kämpferisch. Bemerkenswert ist hier übrigens das Grössenverhältnis von Fisch und Köder. Eigentlich hätte es ein Hecht sein sollen, aber ich will ja nicht meckern
Ich habe anschliessend noch eine untermassige Bachforelle gefangen, die sofort wieder schonend zurückgesetzt worden ist. Nach zwei Stunden verliess ich zufrieden meinen Angelplatz.