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Meldungen aus Rumänien...... --> Tinu......

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Meldungen aus Rumänien...... --> Tinu......
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Haken.ch - Team

Ciao Tinu...

wollte nur kurz mal nachfragen, wie es so aussieht mit Deiner Fischerei in Rumänien...

Nachdem wir ja ne tolle, aufregende Geschichte von Dir geniessen können,
möchten wir auch sonst was hören, sehen und bestaunen....

Hoffe es läuft was in Sachen schöne Drills und Fische....

Hier, wäre doch ne tolle Plattform um uns bei Laune zu halten....

Gruss

René
Gruss
Rönner

Silurus Glanis Team Schweiz
http://www.silu-silurus.com/swiss-team/rönner/

die Wallerhölzer der High-Class
http://www.catwood-live.de/
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Haken.ch - Team
Hallo René

hmm... du meinst noch mehr Anglerlatein...?

Nein, im ernst jetzt.... wir sind tatsächlich oft am Wasser. Habe das Glück, keinen Chef zu haben, und so ist's ein bisschen einfacher. Klar kann ich immer wieder gerne ein bisschen aus Rumänien berichten. Es gibt viel zu erzählen... wenn's auch nicht immer Rekordfänge sind... auch wir gehen ab und zu als Schneider nach Hause...

Genau heute beginnt die "Prohibitie". Das heisst, dass nun alle staatlichen Gewässer für die Dauer von 60 Tagen gesperrt sind. So eine Art Universal-Schonzeit. In meinen Augen ein bisschen fragwürdig, aber was soll's.... es halten sich eh die wenigsten dran. Da ich natürlich als korrekter Schweizer ("hehehe" mich daran halten werde, sind für uns in nächster Zeit die Privaten Gewässer interessant. Es handelt sich dabei meistens um Flussaltarme, in der Schweiz nennt man sie "Häftli", und um grosse Teichanlagen. Die Teichanlagen sind meist mit Karpfen besetzt und zur Regulierung des Krebsbestandes auch mit Zander und Wels. Die Altarme hingegen sind meist naturbelassen. Sie werden zwar auch mit Fisch besetzt, haben aber auch einen gesunden Naturbestand. Vor allem Hecht, Zander und Wels, nebst den üblichen Weissfischen...

Gerade gestern wurde ein solcher Altarm auf die Schonzeit hin wieder mit Karpfen besetzt. Das Häftli ist ca. 1,5 km lang und etwa 15 Meter breit, an der tiefsten Stelle um die 4 Meter, sonst so um die 2..... 3 Tonnen Karpfen wurden ausgesetzt.
Vara II, das heisst Tiere zwischen 1,5 und 2,5 Kg. Nebst ein paar Brumis von 12 Kg, für welche aber C&R gilt...

Werde wenn die Bise ein bisschen nachlässt (die bläst hier ziemlich heftig direkt aus der Ukraine), bestimmt einen Ansitz wagen. Ein paar Bilder folgen... denke diese Woche noch.

Werde nächste Woche auch noch geschäftlich nach Bukarest reisen. Klar, dass da immer alles dabei ist. Da hat's ein paar Karpfenpuffs, wo 30 und mehr Pfünder schon mal überlistet werden können. Einfach mal so, ohne gross anzufüttern etc... da wirds bestimmt sicher auch noch ein paar Bilder geben...

So, danke erst mal für die Eröffnung dieses Threads... Ich hoffe es interessiert wenigsten ein paar User, was bei uns im Fernen Osten Europas abgeht...

Fir intins!

Tinu





Gruss aus Brasov / Kronstadt, der schönsten Stadt Rumäniens!

Unsere Kleinste hat eine eigene Homepage:
http://dobermann-cindy.npage.eu
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Haken.ch - Team

Ciao Tinu

Genau sowas,... finde es persönlich wirklich noch ne coole Sache,
so bekommt man auch was von den östlicheren Gefilden mit...
Was rumänisches Gebiet ist; überhaupt östliche Sachen, gibts da noch viele interessante Wasser mit viel viel Potential
und darum... ich für meinen Teil, werde bestimmt immer wieder hier reinschauen,
gespannt lesen und darauf hoffen, dass wir es beide vielleicht mal schaffen... gemeinsam den Welsen bei Euch in Rumänien nachzustellen...

Ich hoffe es ist für das Team von Haken.ch auch OK, dass ich hier solch einen Thread eröffnet habe...
aber ich für meinen Teil denke, dass ein Forum von solchen Threads lebt und gedeiht (tolle Bilder, schöne Berichte und Mit-Angler die ihre Erlebnisse gerne mit anderen Anglern teilen....)

Tinu, ich freue mich auf Deine Berichte... viele schöne Foto's von gefangen Welsen....

Dazu gerade ne Frage; ich mache C&R... wie sieht das bei Euch aus?

Gruss

René
Gruss
Rönner

Silurus Glanis Team Schweiz
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Haken.ch - Team
Hallo René,

ui, da hast du gleich ein sehr spezielles Thema angesprochen. Das wird gleich ein paar Zeilen mehr geben.

Rumänien ist bekannt für grossartige Zanderseen, für Welse aus dem Delta und gigantische Karpfen. Leider ist Rumänien auch genau so bekannt dafür, dass alles was Flossen hat, geköpft wird. Beides stimmt.
Es gibt für beides auch einen Grund.

Die Sportfischerei in Rumänien. In privaten Teichanlagen, Seen wie auch in gewissen Flussstrecken wird der Angelsport tatsächlich als Sport betrieben. Er ist den gutsituierten Anglern vorbehalten. Sport deshalb, weil tatsächlich hauptsächlich C&R vorgeschrieben ist. Tageskarten an solchen Privatgewässern kosten zwischen 8 und 20 Euro. Zum Teil bis zu 30 Euro, so bei Peter am Sarulesti (Raduta-Lake). Wer für 24 Stunden löst bezahlt schnell mal bis zu 40 Euro. Wenn man bedenkt, dass ein Durchschnittsgehalt in Rumänien um die 300 Euro im Monat ist, versteht glaub ich jeder, dass solche Angelsportreviere wirklich nur für die Oberen finanzierbar sind. Da wird dann auch sehr kultiviert geangelt und das Hobby sehr ernst genommen. Vielerorts ist Abhakmatte, Desinfektionsspray etc. vorgeschrieben und ohne gehst du wieder nach Hause.

Die Volksangelei. In staatlichen Gewässern, wo kein Besatz stattfindet und die Reviere leicht erreichbar sind, wird tatsächlich in erster Linie geangelt, um etwas auf den Tisch zu bekommen. Für viele Familien die einzige Möglichkeit, Fisch als Nahrung zu bekommen. Die Armut ist erbärmlich und so wird halt eben nach Hause gebracht was gefangen wird. Die abschätzigen Kommentare von Anglern aus dem Westen stossen mir immer wieder sauer auf... Hier hat Angeln noch etwas mit Überleben zu tun... Dementsprechend sieht es oft ziemlich krass aus, wenn man irgendwo einen Hotspot entdeckt. Wer nicht um 5 Uhr morgens dort ist, hat keinen Platz mehr.... und dass halt eben alles geköpft wird, sollte nun auch für den verwöhnten Angler aus Deutschland oder Schweiz klar sein... Bei euch geht niemand hungrig ins Bett wenn er als Schneider nach Hause kommt, hier schon....

Das Bild unten zeigt eine Strecke am Fluss, wo sich Ende Februar die Nasen versammelt haben um auf Laichzug zu gehen...

Gruss aus Brasov / Kronstadt, der schönsten Stadt Rumäniens!

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Haken.ch - Team
Danke für den sehr interessanten Bericht, solche Puffs wie bei euch braucht es hierzulande auch, dann hätten auch die Sonntagsfischer eine Chance Kapitale zu fangen
Gruss & Petri!
Michael
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Haken.ch - Team

schöne gsi Michael.... Smile...
Gruss
Rönner

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Angler-Geselle
Wie die da alle auf einem Fleck rumstehen, gibts da kein Schnursalat wenn einer nen Fisch dran hat oder gar zwei gleichzeitig?
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Haken.ch - Team
Das ist ja fast wie auf dem Jahrmarkt ! Wäre mir nichts.
Bald geht es wieder los mit den tanzenden Plaste Ködern

http://www.hechtfischen.ch.vu
Gruß Sascha
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Haken.ch - Team
hab mich auch amüsiert, als ich dieses Bild gemacht habe....

und es gibt tatsächlich kaum einmal Schnursalat. Da wird sogar über die Schnur des Nachbarn geworfen, aber die haben das irgendwie im Griff... Die Nasen sind nicht besonders gross... so um die 25 bis 30 cm... so gibts auch keine grosse Fluchten der Fische.. die werden einfach reingekurbelt...

Natürlich wäre das nichts für die meisten von uns, aber eben, wie oben schon beschrieben: hier gehts nicht um das Hobby Angeln, sondern es geht darum, etwas auf den Tisch zu bekommen. wenn ich mir die Theke beim Fleischer vorstelle, siehts ja auch nicht anders aus an einem Samstag morgen...

Aber für uns Hobbyangler hats natürlich andere Möglichkeiten.... werde sicher bald mal ein paar Bilder posten... im Moment ist's bei uns wieder ziemlich kalt. Und ich habe die Kälte vom Eisfischen satt... warte gerne auf einen warmen sonnigen Tag!


Fir intins!
Gruss aus Brasov / Kronstadt, der schönsten Stadt Rumäniens!

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Haken.ch - Team
Ein Danke an René für die Eröffnung dieses Thread's
Tinu hat das mit seinen differenzierten Ansichten nach meiner Ansicht verdient. Ich bin von seinen Beiträgen, Geschichten und Bildern jedenfalls fasziniert! Sobald ich ein Loch in meiner derzeit völlig verplanten Zeit (wohl eine typisch schweizerische Krankheit) sehe, möchte ich mir auch ein Bild "vor Ort machen".
Gruss und Petri
Martin
Aufgrund meiner Begeisterung für die Salmoniden habe ich am 23. April auch mit dem Aufbau einer eigenen Hompage begonnen.

http://salmonidenfishing.ch
Petri und Gruss
Martin
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Haken.ch - Team
Hallo Martin... und vielleicht auch andere User

es freut mich, wenn meine Geschichten und Berichte auf offene Ohren stossen. Ich weiss, es gibt beiderlei Angler. Die einen üben ihr Hobby mit messerscharfer Konsequenz aus, die anderen knüpfen ihr Hobby in ihr Leben... ich gehöre zu der zweiten Gruppe. Ein Angeltag bedeutet für mich Erholung, beobachten und geniessen... Was gibt es schöneres, als beim Angeln die Natur zu entdecken... wie oft habe ich schon mein Tackle zur Seite gelegt und mich um etwas anderes interessiert...

Gerade vor ein paar Tagen passierte wieder so was.... Es war letzten Sonntag und wir haben uns wieder mal einen ganz speziellen Angeltag gegönnt. Unser ganzes Material, welches sonst ein halbes Auto füllt, haben wir auf das nötigste reduziert und sind mit einem Rucksack und zwei Angelruten aus dem Haus. Vorbei am parkierten Auto zur Bushaltestelle. In unserem Quartier fährt eine Linie, die alte Busse aus meiner Heimatstadt Bern geschenkt bekam. So ist es immer wieder ein Spass, in einem Bus zu sitzen, mit welchem ich vielleicht als Junge damals in die Stadt gefahren bin... Die Busfahrt zum Bahnhof, 20 Minuten kostet etwa 30 Rappen. Dort angekommen, gehts erstmal zu den fliegenden Händlern. Am Bahnhof sind 365 Tage im Jahr ab 4 Uhr morgens die Händler, die auf kleinen Camping Tischen ihre Ware anbieten. Köderfische für Egli, Bitterlinge, 2.- Franken für 50 Stück.... (in der Schweiz kostet ein solcher Bitterling im Gartencenter 7.50 Franken! )) Ein Yoghurtbecher voller Maden gibts für 1 Franken... 2 für 1.50.... Maden ohne Ende!!

Danach heissts Billet kaufen. Für die Fahrt zu einem kleinen See in der Nähe (etwa 25 Kilometer) gibts die Karte für 1.50 Franken. Die Zugskomposition stellt sich zusammen aus Wagenmaterial der 50er und 60er Jahre. Meist sind auch die alten Wagen mit den 6er Abteilen dabei. Innen alles Holz, verschnörkelt und mit viel Detail. Eine Museumsfahrt gewissermassen. Doch in den ehemals noblen Abteilen teilen sich nun Körbe mit Hühnern, Zigeuner mit Gemüsekörben und Geschäftsleute mit Aktentasche das Abteil... und immer auch ein paar Angler sind dabei... Mutti wartet mit der Pfanne zuhause! Nur nicht als Schneider nach Hause kommen, deshalb wird bereits im Zug heftig diskutiert, wo denn nun die Fische heute stehen... Ein Erlebnis, das ich immer wieder gerne der 15 minütigen Autofahrt vorziehe...

Vom Bahnhof ist's ein kleiner Spaziergang durchs Dorf, runter an den See. Auf den Dächern klappern sich die Störche den Schnabel wund und die Kinder spielen auf der Strasse Fussball. Strasse? Na, eigentlich schon, wenn auch die Piste durchs Dorf eher einem Kartoffelacker ähnelt. Wer mit dem Auto unterwegs ist, versucht nicht, den Schlaglöchern auszuweichen, sondern das Kleinste zu wählen... anders gehts nicht. Pferdefuhrwerke sind immer unterwegs, und so kann man sich den Weg zum See auch mal auf einem Fuhrwerk als Mitfahrer gönnen... schneller ist man dabei zwar nicht, aber es macht Spass...

Am See angekommen, haben wir uns einen schönen Platz ausgesucht. Eine leichte Böschung, genau richtig um sich in der Sonne auch ein bisschen hinlegen zu können... Doch schnell wurde unser Projekt Karpfenfang abgebrochen. Ich bewege mich immer vorsichtig an den Ufern der Seen. Es können auch mal Scherben im Gras liegen und deshalb immer erst mal den Boden abchecken. Doch heute waren es keine Scherben... hunderte von Kamm-Molchen, die aus dem Winterschlaf erwacht sind und nun wie von Zauberhand aus dem lockeren Boden, aus Mauslöchern und unter Grasbüschel hervor kriechten. Der Boden war übersäht mit diesen zierlichen Kreaturen, die sich, aus dem Erdreich entflohen zielgenau und auf kürzestem Weg Richtung Ufer machten. Schnell war die Fischerei vergessen und wir legten uns zu zweit ins Gras und beobachteten diesen Wettlauf zum Wasser... Vermutlich hatten wir vielen dieser kleinen Genossen das Leben gerettet, den erst später realisierte ich die vielen Vögel neben uns, die sich genüsslich über diese Leckerbissen hermachten. Selbst ein Pärchen des wunderschönen Widehopf rannte am Ufer umher und pickte die Molche auf... es wird genügend haben, denn das ist der Lauf der Natur und wiederholt sich jedes Jahr...
Aber für uns war klar, dass wir da nicht ans Fischen denken konnten. Ein einziger zertreten Molch wäre einer zuviel gewesen!

So haben wir uns später an einer anderen Stelle niedergelassen. Zwar nicht so romantisch, aber hier war ein Angeln ohne Kolateralschaden möglich. Schnell war Abend und ausser ein paar Brassen und vielen leuchtend roten Federn war nichts zu releasen... Doch der Tag wird als einer mehr in Erinnerung gehen, wo die Angelei zwar der Grund war aus dem Haus zu gehen, die ganze Natur drum herum aber schliesslich zum Höhepunkt wurde....

Fir intins aus Rumänien

Gruss aus Brasov / Kronstadt, der schönsten Stadt Rumäniens!

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Hallo Tinu
Deine Schilderungen sind schlicht faszinierend Aufgrund deiner unglaublich detailgetreuen Ausführungen entsteht (bei mir) eine bildliche Vorstellung, die ich bei der ersten Gelegenheit mit der Realität vergleichen möchte (glaube allerdings kaumt, dass es dabei riesige Differenzen gibt). Nach den diversen Fischerferien in anderen Ländern wie im vergangenen Jahr in Deutschland (Rügen) und in Alaska, werde ich mich in Zukunft wieder auf das ursprüngliche, d.h heisst nicht kiloorientere Fischen in einer interessanten Natur fokussieren. In meinem neuen Hausgewässer im Tösstal habe ich seit dem 1. März gerade mal zwei Forellen behändigt, aber diverse andere dem weiteren Wachstum überlassen (das Mass ist bloss 22cm). Im Gegensatz zu Rumänien ist es hier allerdings bereits heiss und viel zu trocken, mit Temperaturen von bis zu 25 Grad in der Deutschschweiz und 30 Grad im Tessin, was auch meinem Flüsschen zusetzt.

Zuerst muss ich nun einfach mal den im Moment äusserst "stressigen" Geschäftsalltag unter Kontrolle bringen (ein Fass ohne Boden!), gleichzeitig die (viel zu wenigen) Tage am Wasser und in der Natur geniessen (kein Muss, sondern DER AUSGLEICH!).

Bei dieser Ausgangslage kommt bei mir das Verlangen auf ein Leben wie deines (sicher auch nicht ganz einfaches) in Rumänien zu führen.

Wie schon erwähnt, wird es mich (nicht bei der ersten Gelegenheit; die ist schon verplant) aber bei der zweiten oder dritten nach Rumänien ziehen. Freue mich schon jetzt
Alles Gute und hoffentlich bis bald
Martin
Aufgrund meiner Begeisterung für die Salmoniden habe ich am 23. April auch mit dem Aufbau einer eigenen Hompage begonnen.

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Petri und Gruss
Martin
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guten Morgen in die Runde...

@Martin
Danke für das Danke...

die Ansichten, Erlebnisse von Tinu, finde ich genauso faszinierend wie spannend und überhaupt...
Horizont-Erweiterung und was anderes von der Ferne... finde das einfach nur super...
Auch der neuste Bericht mit den Kamm-Molchen,... nebst dem, dass es einfach nur schöne Tiere sind,...
wie viele Menschen gibts, die einfach nur der Nase nach laufen und sich vielleicht nie und nimmer die Zeit genommen hätten,
um sich genüsslich auf den Boden zu legen und ein Natur-Spektakel live mit zu erleben...
Weltklasse Tinu!!! Das ist der Stoff aus dem tolle Geschichten und Erinnerungen werden, die einem das Leben lang begleiten....
weiter so und Danke an Dich!!

Gruss aus der luzerner Altstadt

René
Gruss
Rönner

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Haken.ch - Team
Frischer geht's nicht mehr…

Eine kleine Episode übers Fischen im Einkaufszentrum

Nach ein paar Tagen mit orkanartigem Sturm haben wir uns wieder mal aus dem Haus gewagt. In unserem Kühlschrank machte sich gähnende Leere breit und so haben wir mal wieder Carrefour ins Visier genommen. Wir haben hier in Brasov zwei grosse Lebensmittelmärkte. Wie eben erwähnt Carrefour und Real. Man könnte diese beiden Mega-Märkte auch die Konsumtempel des Westens nennen. Natürlich findet man auch günstige regionale und inländische Produkte. Doch es sind vor allem die Markenprodukte aus Deutschland, Frankreich und anderen Ländern, die das Einkaufen interessant machen. Und natürlich auch sehr teuer! So einmal im Monat gönnen wir uns diesen Spass und kaufen nach Herzenslust Produkte aus aller Welt… Schnell ist der Wagen voll mit Pizza von Dr. Oetker, Käse aus Frankreich, Trockenfleisch aus der Schweiz, Nudeln aus Italien und Schinken aus Spanien… Schnell kostet so ein Wagen voller Leckereien das durchschnittliche Gehalt eines Mitarbeiters in unserem Geschäft. Das ist auch der Grund, weshalb wir uns dies nur einmal pro Monat gönnen. Nicht, dass wir das Geld nicht hätten dazu, aber es ist das schlechte Gewissen gegenüber unseren Angestellten. Ein Verhältnisblödsinn wie man ihn nur in Entwicklungsländern antrifft, oder eben in der letzten Ecke der EU….

Ein besonderer Spass bereitet mir dabei immer die Fischabteilung. Ich liebe es, die Fänge zu begutachten… Riesige Eisberge geschmückt mit Wels, Karpfen, Hecht, Zander, Amur, Brassen, Rotfedern. Fänge aus dem Donaudelta und umliegenden Seen. Daneben die Fänge der Weltmeere. Ein kleines Sortiment, da für rumänische Verhältnisse kaum bezahlbar…
Was bei uns seit vielen Jahren schon verboten, ist hier noch immer ein Garant für Frische. Riesige Aquarien, hunderte lebender Forellen und Saiblinge. Ich erinnere mich noch gut, als ich als kleiner Junge ins Migros gegangen bin, nur um diese Fische zu sehen. Und so bin ich auch heute wieder jedesmal Gast an den Aquarien.

Doch dieses Mal war ich doch etwas verwirrt. Gerade als ich mir die schönen Saiblinge angeschaut habe, bestellte eine Dame neben mir zwei frische Forellen. Die Mitarbeiterin des Carrefour schnappte sich elegant das grosse Netz und mit einem gekonnten Taucher holte sie sich zwei schöne Saiblinge. Ich war gespannt, wie sie die Tiere nun töten würde. Geht sie damit nach hinten oder schlägt sie die zwei Kandidaten gleich hier tot? Ich glaube, meine Augen wurden immer grösser und mein Maul hing vermutlich weit offen… anstatt die Tiere zu töten, landeten diese unversehrt in einer Plastiktüte und sodann auf der Waage… 600 Gramm Fisch zappelten im Sack und die elegante Dame nahm ihr Nachtessen mit einem zufriedenen Lächeln entgegen und verschwand in dem Gewühl von Menschen, Einkaufswagen und Sonderangeboten..
Ich habe diese Dame noch einmal angetroffen zwischen den Gestellen des Weines… die Forellen zappelten immer noch in ihrem Einkaufskorb. En Guete….
Gruss aus Brasov / Kronstadt, der schönsten Stadt Rumäniens!

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Hi Tinu

Wieder eine Geschichte, schöner wie man es kaum nicht selber schreiben könnte...
Weltklasse auch diesmal!!!
Es ist wirklich erstaunlich, wie nah und doch so fern die Dinge sein können...
Wahnsinn... Wir hier in der Schweiz haben den Luxus pur und wissen's meist nicht mal zu schätzen oder kriegen schon fast die Krise wenn das Natel oder das Internet nicht geht... man stelle sich mal vor, wir müssen statt nen Frauentausch, mal nen Ländertausch machen.... viele Mitmenschen hier in der Schweiz, würden hyper hyper singen...

Was die lebenden Forellen/Saiblinge im Sack angeht, so sehe ich das jeweils auch immer wieder in Italien...
dort sind Katzenwelse gerne gesehene Fische auf dem Teller...
die werden meist in den umliegenden Kanälen gefangen, lebend in irgendwelchen Kiste rumkarutschiert und im Verkaufsladen dann aufs Eis geschmissen....
dann zuckt und wackelt meist noch das eine oder andere Ding in der Auslage....
Man stelle sich sowas hier in der Schweiz vor.... uiuiuiuiuiuii.....

Gruss und nochmals Danke an Tinu für diese tolle Geschichte....

René
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Rönner

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