Die Hechtsaison-Eröffnung steht vor der Tür, fängige Köder sind gefragt.
Fängig sind wohl alle hier genannten Köder... Oder eben auch nicht, hängt ganz von Meister Esox selbst ab.
Ein sehr erfahrener Tessiner Hechtspezialist hat mir mal gesagt:
"Wenn ein Hecht agressiv ist, beisst er auch auf einen abgesägten Besenstiel, wenn er aber nicht will, wird er nicht einmal das zarteste Rindsfilet der Welt fressen.....

"
Im Mai sind die Chancen auf nahe am Ufer stehende Hechte sicherlich optimal. Auch denke ich, dass sie nach der Laichzeit, was die Köder angeht. nicht besonders wählerisch sind. Deshalb finde ich die Köderwahl eher sekundär und halte es für viel wichtiger, sich mit dem „wo finde ich den Hecht“ zu beschäftigen.
Ich für meinen Teil, orientiere mich nach den örtlichen Gegebenheiten am Wasser, und verweile, wenn nichts läuft, nie länger als 30 Minuten an einem Spot und gehe dann weiter zum nächsten. Im Frühjahr sind Schilfgürtel, flache Buchten, Bacheinläufe und ufernahe Kanten etc. sicher erste Wahl. Aber auch jegliche Art von menschlichen Infrastrukturen, wie z.B. Bootshäfen, Anlegestellen und andere Beton- Holz- und Eisenkonstruktionen, werden von mir immer genau abgefischt.
Noch kurz etwas zu meinem Equipment und zu meinen Ködern. Um mobil zu sein und einen schnellen Platzwechsel zu gewährleisten, nehme ich nur das nötigste in einer geräumigen Angeltasche oder einem mittelgrossen Rucksack mit.
Folgendes gehört bei immer mit in die Tasche:
1-2 Köderboxen (zB. eine mit Hardbaits und eine mit Softbaits).
1 kleine Box für Stahlvorfächer, Wirbel, Snaps und anderes Kleinmaterial etc.
Alle nötigen Zangen und Utensilien die man fürs Hechtfischen benötigt.
1 Klappkescher oder Lipgrip.
Einige trockene Tücher, einen feinstoffigen, platzsparenden Regenschutz, sowie eine kleine Notfallapotheke.
Bier, Zigaretten und Sandwich sind optional......
Auch bei den Ködern beschränke ich mich auf das nötigste.
Für hochstehende Hechte und die Flachwasserzonen, einige Swimbaits und flachlaufende Wobbler.
Wenn es etwas tiefer gehen sollte, einige Wobbler der Tauchklasse 1,5- 4 Meter und für tiefstehende Esoxe noch einige Gummishads am Jighead. Alle Köder in der Grössenklasse 12-20 Zentimeter.
So „thats it“....
Wer es gerne mal auf diese Art versuchen will, wird schnell feststellen, dass mobiles Spinnfischen auch vom Ufer aus sehr spannend und abwechslungsreich sein kann.
Viel Glück für eure Hechteröffnung 2011, bei uns geht es morgen Mittag um 12 00 Uhr los,
und ich freue mich wie ein kleines Kind.....
Saluti und Tight Lines
Ricci