Wie in den letzten Jahren durfte ich auch dieses Jahr einige Tage im schönen Norwegen verbringen!
Zuerst mal ein Foto mit Blick auf Frafjord, den gleichnamigen Fluss und den Fjord, wo ich die erste Woche sowie die letzten 3 Tage der 3 Wochen verbringen durfte.
Ein Blick von der Mündung des Frafjordelvas stromauf.
Und ein Blick in den Fjord.
Eigentlich hatte ich vor 2 oder 3 Tage lang mit meiner neuen Fliegencombo im Fluss auf Lachs und Meerforelle und den Rest der Zeit im Fjord zu fischen. Also wurde das Angelgepäck direkt nach der Ankunft ins Haus gebracht und ich begann mit dem auspacken. Das passiert wenn man die Rolle nicht fest schraubt bevor man sie ins Futteral tut....
Da ich neben der #7/8 nur noch eine #4/5 besitze und ich dieser keinen besseren Lachs zu traue beließ ich es in der Woche beim Fjordfischen. Außerdem hatten die Besitzer des Ferienhauses ihre Grundeignerrechte für die Zeit bereits weitergegeben
Makrelen ließen sich von einem kleinen Anleger in direkter Nähe in Massen fangen, andere Fische waren hingegen Mangelware...
Auch bei den Bootstouren ließ sich meist nicht viel zum Biss überreden, was wahrscheinlich daran lag, dass der Fjord sehr weit im Landesinneren liegt und nur bei genügend Wind/Strömung, Futterfisch und damit auch die Köhlerschwärme in den Fjord kommen.
An einem windstillen Nachmittag saß ich dann mal wieder mit meiner UL-Spinnrute auf dem Anleger um mit kleinen Spinnern den Makrelen nach zu stellen. Es war weit und breit keine Welle zu sehen, so dass ich in gut 3m Tiefe noch den Sandboden erkannte. Hin und wieder konnte ich durch meine Polbrille ein paar hundert fingerlange Heringe im Uferbereich umherziehen sehen, doch dass dann ein Schwarm von mehreren Hunderttausend Fischen am Anleger ein paar Runden drehte war doch etwas besonderes. Wie ein Unterwassertornado drehten sich die Miniheringe immer wieder unablässig im Kreis. Hin und wieder kamen ein paar Makrelen vorbei und pickten sich ein paar der kleinen aus dem Schwarm heraus. Hätte ich nicht gerade vor gehabt ein paar Fische zu fangen, wäre ich wohl noch ein paar Stunden auf der Betonkante sitzen geblieben und hätte mir das Schauspiel weiter angesehen
Deshalb zog ich mir meine Wathose an und stiefelte mit meinem Unterfangkescher durch das Wasser um ein paar der Kleinen zu fangen

Nach ein paar Minuten hatte ich dann ein paar im Netz und köderte mir einen der kleinen an...
Inzwischen war es etwas dunkler geworden. Nachdem ich einige Fehlbisse hatte, ein paar kleine Meerforellen gesehen hatte und eine Makrele gefangen hatte, sah ich sogar einen kleinen Aal über den Sandboden schwimmen. Da es spätestens halb 9 war und noch nicht allzu dunkel malte ich mir keine großen Chancen aus einen zu fangen und warf meinen Hering immer wieder an der Kante zum tieferen Wasser entlang, in der Hoffnung eine der Meerforellen zu fangen. Es blieb allerdings bei einigen Nachläufern.
Immer öfter sah ich Aale vom Anleger in eines der Krautbüschel in direkter Nähe schwimmen und so ließ ich meinen Hering vor der Betonkante langsam zu Boden sinken. Tatsächlich kam genau in dem Moment als der kleine Köfi etwa einen Meter über dem Sandgrund war ein weiterer kleiner Aal unter dem Kai hervor. Und als der Hering ein paar Zentimeter über seinem Kopf war, machte er halt und packte ihn sich

Leider hatte ich keine Kamera bei mir und so durfte er ohne ein Foto wieder zurück ins Wasser.
An einem der nächsten Tage konnte ich dann nach etwa
20 Nachläufern meine erste Mefo mit der Fliege fangen. Sicher kein Riese, aber trotzdem ein schöner Fisch...
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