Dieses Wochenende verbrachte ich in unserem Ferienhaus im Unterengadin.
Der Inn ist meiner Meinung nach das letzte Fliessgewässser des Kantons Graubünden, wo der Fischbestand in den letzten 20 Jahren etwa gleich blieb.
Es gibt zwar unglaublich viele Fische, jedoch werden die unerklärlicherweise selten grösser als 32 cm.
Noch im Dunklen stieg ich die steile Schlucht zu meiner Lieblings-Gumpe hinunter und es machte gleich zu Beginn mächtig "päng". Ja, machmal ist es dort fast langweilig zu fischen, weil man ständig Fische am Haken hat.
So setze ich im Engadin jeweils das Mindestmass auf 30 cm (vom Kanton sind 24 cm vorgegeben), so dass man ein bisschen länger fischen kann und die Fische wenigstens einmal im Leben ablaichen können. Nach kurzer Zeit hatte ich schon vier Stück um die 32 cm, was auch wieder nicht gewöhnlich ist. Nach gut vier Stunden fischen waren es dann sechs Exemplare von dieser Grösse, wobei ich noch 7 weitere zwischen 25 und 29 cm "abschüttelte".
Als Köder verwendete ich dieses Mal selbstgebastelte Nymphen, wobei die Farben nicht so wichtig sind.
Danach gehts jeweils auf allen Vieren teilweise fast senkrechte Wände hoch, nix mit E-Bike...
Heute morgen ging es kurz ins Oberengadin, da es dort auch noch Äschen gibt. Das letzte Mal war ich etwa vor 10 Jahren dort und fing damals oft Fahnenträgerinnen. Auch heute hatte ich Glück, denn schon um 8 Uhr morgens hatte ich wieder sechs Fische zwischen 28 und 30 cm, jedoch war keine Äsche dabei. Zwei Stück hatte ich am Haken, leider beide zu klein...
Der Inn im Engadin ist wirklich das letzte ganzjährig gute Fliessgewässer des Kantons Graubünden, der Rest ist fast leer...
Wenn das Wasser stimmt, gehts nächstes Wochenende an den Bündner Alpenrhein, in der Hoffnung, dass schon einige kapitale Seeforellen den Weg ins Grischa-Land gefunden haben
Gruess Jon
Gruess
Jon