Das letzte Mal auf Fario am 30.09.2011
Schon letztes Jahr trafen wir uns am 30.09.2010, um noch ein letztes Mal auf Fario zu Angeln. Schon damals stand das gemütliche Beisammensein im Vordergrund. Damals fing gerade mal einer eine Fario. Und das ist auch gut so...
Um die ganze Sache etwas spannender zu machen, gab es diesmal einen Wettbewerb. Der absolute "Guru" der Fischerei sollte einen Pokal gewinnen.
Und damit man diesen nicht nur am Pokal erkennt auch gleich noch ein T-Shirt. Trotz dem Wettbewerb stand auch dieses Jahr der Fischer Cup wieder im Zeichen der Freundschaftspflege.
So starteten wir früh morgens als die Dunkelheit noch regierte. Ich entschied mich für Zapfen und Wurm, andere liessen die Spinner durch die Luft zischen. Nach zwei bis drei Würfen ins Schwarz, setzte ich mich neben meinen Kamerada ans Wasser der Aare und genoss mit ihm meinen völlig übersüssten Kaffee. Es wurde heiter und so begann ich wieder den Zapfen Richtung Wasser zu treiben. Ich blieb lange ohne Biss, was mir aber an diesem Tag ausnahmsweise egal war. Andere hatten Nachläufer oder Bisse von kleinen Farios.
Gegen Mittag kam ich zu einem Kollegen, der schon lange auf zwei sichtbare Äschen wurmte. Nach einer weile versuchte ich es auch mal und siehe da, der Ritt begann. Nach kurzem Drill, der eine Kollege meinte ich hätte Glück gehabt, dass das Fädele nicht riss, so hätte ich den Fisch gezogen, landete ich eine 46cm Fahnenträgerin. Da dies meine erste Äsche war, durfte sie mit mir kommen.
Nun versuchten die anderen natürlich die Zweite auch noch zu überlisten aber erfolglos. So wurde dann bald der Mittag eingeläutet und ich wog mich bereits siegessicher.
Wir entschlossen uns den Nachmittag noch einmal an der Aare zu versuchen. Der erfolglose Kollege stach direkt nach der zweiten Äsche und schon bald kam das nicht zu verhindernde Telefon: "Ich hab sie!". Mit ebenfalls 46cm war sie ja gleich gross und somit das Rennen wieder offen. Viele der Teilnehmer hatten Fischkontakt, es blieben aber alles kleine, welche nun noch etwas wachsen dürfen.
Gegen Ende des Tages, nachdem ein Kollege eine grosse Fario (40+) verloren hatte, beendete er seinen Fischertag und schaute uns noch ein wenig zu. Da er nun sein Tirolerhölzel nicht mehr brauchte, durfte ich mich das erste Mal damit versuchen. Ich fing ein paar Mini-Äschen, es wunderte mich, dass ich diese überhaupt spürte am relativ schweren Blei. Und plötzlich, ein kurzer Wurf, klock, klock, Biss und ab ging die Luzi. Das Baby setze sich tief hinunter und der Kollege tippte auf eine Barbe. Als ich den Fisch in die Nähe des Ufers bekam, erkannten wir eine Fario und sie war nicht gerade klein. Nach dem Vermessen war klar, es ist mit 39cm meine grösste, je gefangene Fario, weshalb auch sie mich begleitete. Der Sieg war mein...
In über zwölf Stunden nur drei Fische, aber was für welche. Meine erste Äsche und meine grösste Fario.
Und so endete der diesjährige Fischer Cup und wir freuen uns alle auf den Nächsten
Diablo